Hast du Feuer

Hast du mal Feuer? Ich sitze hier, alleine. Alleine in meinem Zimmer. Es ist klein und doch zu groß für mich. Ich habe ein Gefühl von 'Die Wände fressen mich auf' und hätte sie liebend gerne zu erst gegessen, doch so groß war mein Hunger nicht. Also fing ich an mit ihnen zu reden. Ja, laut und klar sprach ich. Fing an mit "Liebe Wände" und endete mit "fresst mich nicht auf." Geholfen hatte es nichts. Alles war genauso schwarz wie vorher. Ich war mir nicht mehr sicher wer mich wohl zu erst essen würde: Die Stille, die Schwärze oder die immer näher kommenden Wände. Ich wollte wirklich gerne hier weg, setzte mich in den Schrank. Hier war ich noch einsamer, aber geschützt. Geschützt vor all den Monstern, welche keine waren und mich doch fressen konnten. Hast du mal Feuer? Ich stürze aus dem Schrank. Panik. Panik überall in mir. Frisst mein Gehirn auf, ich bin mir ganz sicher. Kann nicht mehr denken. Will hier raus. Unbedingt hier raus. Es ist zu schrecklich. Will nicht alleine mit mir hier sein. Mit mir alleine? Ich vergass all den Schrecken und meine neu dazu gekommende Angst. Nein, das halte ich nicht aus, wirklich nicht. Panisch suche ich in meiner Hosentasche. Da, gefunden! Klein und rot ist es, sollte mir die Freiheit verschaffen. Ein Feuerzeug. Ich zündete Hose und Jacke an und plötzlich wurde mir angenehm warm. Die Flammen leckten an mir, ich genoss es. Doch sie wurden immer wilder, wilder, wilder. Fingen an zu beissen, rissen Stücke aus mir raus um sie zu verschlingen. Wo ich war, ist nun nur noch ein Aschehaufen. Grenzüberschreitung. Irgendwie bin ich noch da, schwebe irgendwie in der Luft. Ob das meine Seele ist? Hast du Feuer?
4.10.10 17:51


Absurd


Die eine Hoffnungsquelle lag in meinem Badezimmer, miauend, die andere glühte rot in meiner Hand. Das Fenster war weit offen, ich auf der Fensterbank, nichts beobachtend. Sehr still war es, irgendwo. Ich war mir nicht ganz sicher, ob es wirklich still war, ob ich wirklich hier saß, ob die Nacht wirklich so schwarz war. Die üblichen Zweifel. Es verging Stunde um Stunde, still sitzend dort, ich schaute auf die Uhr: 5 Minuten waren vorbei. Setzte mich anders hin, meine Füße baumelten aus dem Fenster. Dritter Stock. Ein schöner Ausblick, unter mir das saftige Grün einer neuen Wiese und das matte Rot des neu verlegeten Steinweges. Ich wäre gerne eins mit diesem Anblick, mitten in der Landschaft drin, rutsche noch etwas näher, etwas weiter raus, etwas mehr ins Leben. Hoffnungsquelle Nummer 1 kam und kuschelte sich an mich, während Hoffnungsquelle Nummer 2 langsam erlisch. Gefahrenhinweise bestimmten meine Gedanken. ".. die Packungsbeila.. vorsichtig!.. iftig.. leicht entzündlich. Bei Fragen ..umweltschäd.."


Keinen Bock mehr.

Sterben?

Leben?

Sinn?

Angst?

Hoffnung?

27.9.10 20:05


Dinge die ich mag.

 Ich mag bunte Hose, Blumenmuster, Cola light, Joghurt ohne alles, Leggins und kurze Hose, Hightops und Keds, süße Versprecher, gute Nacht sms, Konzertkarten, Bass, Bass, Bass, Demos, Plakate, Fotos, analoge Fotografie und Namen. bunte Haare, tönen, laut mitsingen, unter der dusche Luftgitarre spielen, headphones, einschlafen mit jmd. anderen, warme betten wenn es draußen kalt ist, barfuß im Schnee rumrennen, bebe young care Produkte und buntes Badewasser, electro und deutschen Rap, Indie und Stille, Bahn fahren und Konzerte, alleine irgendwo hin gehen, Luftballons, Seifenblasen(Hab ich immer und überall dabei), Dokumentationen, Diddlspardose, kleine Locher, Buntstifte. Ich mag es mit Julia mitten in Köln zu frühstücken, unglaublich kindisch zu sein, in den Zoo zu gehen, Ordner, wenn es auf CDs wie Regenbögen aussieht, Diskussionen, Chemie, englisch, Geschichten schreiben, viele Bücher auf einmal zu lesen, in andere Welten zu tauschen, Heuhäuser zu bauen, mit meinen Eltern zu Abend essen und filme zu gucken, seil springen und meine Nachbarn, unseren Garten, unseren Balkon und wenn Karter in meinem arm einschläft, meinen großen Kuschelhund - hallelujah, ich liebe den Film die fetten Jahre sind vorbei, Moralpredigten, von Treppen springen, den Geruch von neuen Büchern, im regen zu duschen/tanzen, über Steine barfuß zu gehen, nachts auf dem Spielplatz Walzer tanzen, den zuckersüßen Geschmack von Wodka-orange und betrunken sein, Nachtschwimmen und im Winter in den See zu rennen, stundenlange Gespräche, ungeplante anrufe, Briefe und Postkarten kriegen, Armbänder, mich anmalen. Aufkleber, meine Jennifer Rostock Schaumstoffhand, Fotocollagen, Schulbücher wegschmeißen, Magnetwände, Paris, essen aus anderen Ländern, im Kleiderschrank sitzen, Teelichter anzünden, Kerzen selbst machen, Lieder die mich zum weinen bringen, Menschen die nicht superman sein wollen, Rechtschreibung, Festivalarmbänder, Zettelchen mit Leuten schreiben die neben einem sitzen, meine zerkratzen iPod, Gesellschaftsspiele, Gartenhütten, Feuerkörbe, unter freien Himmel schlafen, Frühstück im Bett, die haut auf dem Kakao - Kakao an sich!, Klarlack, in der Musikschule warten, Vorfreude, basteln.

26.9.10 15:02


Hilf mir, hilf mir, hilf mir.

Sommerkleid

Mövengeschrei.

So fern und doch so weit.

 

Zufriedenheit.

Tanzend im blauen Himmel ohne Einsamkeit.

 

Abenteuerwunsch.

Ich tanze mir die Füße wund.

 

Sommer.

Das Kleid schmiegt sich an meine Haut.

 

Lachen.

Jemand dreht die himmlische Musik laut.

 

Wahnsinn.

Der Stoff umspielt mein Bein.

 

Sonnenschein.

Ich und mein Kleid - allein.

 

Stille.

13.9.10 18:52


With or without you.

Manchmal gibt es diese Momente und es sind wirklich nur kleine, manchmal längere, plötzliche Momente, die an einem reißen wie Hunde es an einem Stück Fleisch tun. Man wird überfüllt mit Trauer, der eigenen Sinnlosigkeit, Erinnerungen. Man zweifelt an allem, der da-seins-Berechtigung, dem Leben, der Welt. Die Tränen kommen und man wünscht sich in andere Zeiten, Gänsehaut, pure Angst, Angst vor der Vergangenheit, der Zukunft, dem Jetzt.

 

Bleibt trotzdem so, gelitten. Es wird sich nicht ändern nur weil man heult, es wird sich so oder so nichts ändern, wenn wir so weiter machen. Es wird alles endlich im verlaufenen Sande verrecken.

18.8.10 23:46


Bauchkribbeln.

Musikrausch, rausch, rausch.

Dein Arsch, deine Finger, dein Fuß alles bewegt sich. Aufstehen, tanzen, los. Schneller, lauter. Voll abgehen. die Musik leben. Richtig, richtig wild sein. Den Moment leben.

 

Dein Herz, die Tränchen in deinen Augen. Tief sticht es. Diese Schönheit. Du schreist, schreist wie wunderschön es doch ist. Ruhe, schweigen. Genießen. Augen zu. Fühlst dich verstanden, berührt.

 

LAUTER. SCHNELLER. Kannst nicht mehr stoppen, bist dich nur noch am drehen, drehen, drehen. Willst du nur noch tanzen.

Da kommen die Tränen wieder, zaghaft fliessen sie, werden mehr und mehr ganze Bäche voller Schönheit strömen deine Wangen runter.

 

DREH DEN BASS AUF! Lied vorbei. Liegst im Bett.

HER MIT DEN TASCHENTÜCHERN!  Lied vorbei. Liegst im Bett.

 

GLÜCKSMOMENTE!

1.8.10 08:53


» und dann war da auf einmal diese unglaublich, unglaublich große Todesangst und jeder der denkt man könne so etwas nur fühlen, würde man seinem eigenen Tod entgegen blicken liegt da vielleicht etwas falsch, denn mir geht es super. Ich bin körperlich mehr als gesund. Reni leider nicht. Und so schaue ich also auf ihren Tod, nicht auf meinen und doch fühlt es sich so an, als würde ich sterben. Etwas dümmlich. Ich habe die Möglichkeit noch 70 Jahre zu leben, die Chancen für mehr sind auch da. Ich kann tun und machen was ich will. Ich kann alles schaffen und dieses kleine wunderbare Mädchen liegt da in ihrem Bett und hat diese Chancen nicht. Wieso?

Ich meine, da wird diesem Kind einfach all die Hoffnung, all die Pläne genommen.



Lieber Herr da oben, finde ich nicht oke. Bewege mal deinen Arsch und rette mein rotes Bonbon Mädchen.

 

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Die unter Miss Ignoranz leidende wurde zu Miss Ignoranz persönlich.

21.7.10 15:34


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